Samuel der

Ukulelenprediger

Eine heftige Mischung aus fetzigen UkulelenRockSongs und krassen philosophischen Schlussfolgerungen, dargeboten in verschiedenen Besetzungen von Solo bis Quintett.

2010 begann Samuel Beck an diesem Konzept zu arbeiten, einer neuartigen Kombination aus Sprache, Schauspiel und Musik, bei der er seine philosophischen Betrachtungen in den Vordergrund stellt.

Seit 2011 tritt er solo als Samuel der Ukulelenprediger auf, im Duo oder mit Band als Ukulelenprediger.

Bei seinem aktuellen Programm „Narrenmund“ versetzt sich Samuel in drei verschiedene Charaktere, was eine originelle Darbietung zwischen Rockband, New Age Ansprache und Liedermacher ergibt.

Ist man es doch gewohnt, dass derartige Inhalte sonst eher leise und sanftmütig vermittelt werden, bekommt man sie hier direkt ins Gesicht gebrüllt, mit einer Vehemenz und Intelligenz, die einem den Atem verschlägt.

Ein Gesamtkunstwerk, das ebenso überzeugend wie revolutionär ist. Auf eine unterhaltsame Art, die Zweifel an der geistigen Gesundheit des „Predigers“ aufkommen lässt, wird der Zuschauer aus seiner etablierten Weltsicht herausgerissen.

Die Hippie-Punks sind erwachsen geworden – Philosophie ist der Rock’n’Roll der Gegenwart!


Auszüge aus der Ukulelenpredigt


  • Die nächsten Konzerte

    1. Masas Party im  Kultur Cafe in Berlin

      Juni 29 @ 19:30
    2. Songs & Screams & Whispers

      August 5 @ 20:00 - 23:00

Musik von Ukulelenprediger

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Texte

Hallo, ich bin Samuel der Ukulelenprediger und möchte heute über ein wichtiges Thema sprechen, über mich! Als Hobbyphilosoph hat man ja auch mal das Bedürfnis sich mitten unter die Sünder zu begeben, um zu predigen. Fangen wir mit einer leichten Übung an, etwas Minimalspiritualität, die selbst für die Rationalisten unter euch einigermaßen nachvollziehbar sein sollte.

Da ist etwas in unserem Inneren, das uns Hinweise gibt, was zu tun ist. Eine Ahnung, eine Intuition. Wir können uns danach richten oder es ignorieren. "Was es will", ist der Titel des folgenden Stückes.
Was es will


Irgendwas tief in mir will mir etwas sagen
Ich hör nicht zu, denn ich weiß schon was ich will
Doch früher oder später fang ich an mich zu beklagen
Denn es steht mir im Weg zu meinem vermeintlichen Ziel

Irgendwann merke ich, ich kann es nicht schlagen
Denn es greift durch mich in meine Umwelt ein
Um friedlich weiterzuleben müssen wir uns vertragen
Es gibt nur eine Möglichkeit, ich lass mich drauf ein

Ich mach genau das, was es will
Ach wüsst ich nur mein eigenes Ziel
Ich wehr mich nicht mehr gegen es
Das ist nur unnötiger Stress

Irgendwas tief in mir macht mir schwer zu schaffen
Es fühlt sich an als wär's ein anderer Mensch
Was es eigentlich von mir will, ist unmöglich zu raffen
Ich merk nur, dass ich gegen etwas kämpf

Mein ganzes Leben lebe ich im Kampf mit mir selber
Denn es ist ja schließlich auch ein Teil von mir
Ich kann mich doch nicht selbst besiegen, da lachen ja die Kälber
Ich lass es einfach machen, mal sehen wohin es führt

Ich mach genau das, was es will
Ach wüsst ich nur mein eigenes Ziel
Ich wehr mich nicht mehr gegen es
Das ist nur unnötiger Stress

Ich mach genau das, was es will
Ach wüsst ich nur mein eigenes Ziel
Ich wehr mich nicht mehr gegen es
Das ist nur unnötiger Stress  
Kommen wir nun zu etwas, das alle Prediger für sich beanspruchen, die Wahrheit! Man hört sich den einen Prediger an und denkt, ja da hat er Recht. Dann hört man einen anderen, der genau das Gegenteil verkündet und irgendwie hat er auch Recht. Es kommt sogar noch ein dritter Prediger hinzu und sagt: "Es können aber auf gar keinen Fall alle beide Recht haben!" Und damit hat er natürlich auch wieder Recht. Jetzt die große Frage: Wäre es irgendwie möglich, dass sogar alle drei Recht haben?

Es kann tatsächlich sein, dass zwei einander völlig widersprechende Aussagen auf verschiedenen Ebenen wahr sind. Der dritte Prediger hat also nur dann Recht, wenn man davon ausgeht, dass die ersten beiden Prediger auf derselben Ebene argumentieren. Es gibt so extrem viele verschiedene Ebenen, von rein rational bis absolut abgehoben und was auf der einen Ebene unwahr ist, kann auf der anderen Ebene genial sein.

Wir können also niemals annehmen, die endgültige Wahrheit gefunden zu haben, da wir dafür die allerhöchste Ebene erreicht haben müssten, wenn es so etwas überhaupt gibt. Und selbst wenn es diese Ebene gäbe und wir sie erreicht hätten, wäre unsere Wahrheit für alle anderen, die sich nicht auf dieser Ebene befinden, der größte Schwachsinn.
Was ist Wahrheit?


Selbst wenn's mir jemand sagen würde, ich würde es nicht verstehen
Wir können doch von der Wahrheit nur nen kleinen Ausschnitt sehen
Ist irgendetwas unwahr, nur weil wir es nicht erkennen?
Wir können die Dinge, die wir gar nicht sehen, auch nicht beim Namen nennen

Die ganze Wahrheit ist definitiv viel zu viel für mich
Drum suche ich nach meiner eigenen Wahrheit, selbst die find ich nicht
Ich find schon ein paar Kleinigkeiten, aber nicht das große Ganze
Ein paar Techtelmechtel statt der richtigen Romanze

Meine Wahrheit ist das, was ich täglich von Neuem suche
Wenn ich laut brüllend meine leise innere Stimme rufe
Ich möchte eine Wahrheit finden, mit der ich alles erklären kann
Doch glaub ich nicht mal, dass das jemals ohne Selbstbetrug gelang

Was ist Wahrheit?
Was ist wahr?

Die Wahrheit ist nicht allein, sondern ihrer sind ganz viele
Sie ist eines der beliebtesten Lebensabschnittsziele
Wenn die Suche das Ziel ist, sollt man besser niemals finden
Weil mit dem Finden sowohl die Suche als auch das Ziel verschwinden

Was ist Wahrheit?
Was ist wahr?
Sollte es der Mensch eines Tages schaffen, das komplette Dasein in seine Einzelteile zu zerlegen und alles erklären zu können, also die absolute Wahrheit zu finden, dann wäre das Leben, wie wir es heute kennen, nicht mehr möglich. Es wäre so trivial wie ein Spiel, dessen Ausgang bereits feststeht. Wirkliches Leben bedeutet unzählige Möglichkeiten vor sich zu haben. Könnte man diese Möglichkeiten berechnen und damit alle außer einer ausschließen, würde die Sache keinen Spaß mehr machen.

Weder Philosophen noch Wissenschaftler sollten deswegen die Suche nach der Wahrheit aufgeben, denn diese Suche ist schließlich auch ein wichtiger Inhalt des Lebens. Wir können also nur hoffen, dass das Dasein so komplex ist, dass es niemals in seiner Gesamtheit erfasst werden kann.
Nackig


Du weißt was, was ich nicht weiß, was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß
Aber Wissen ist doch Macht
Wie kommt es dann, dass man darüber lacht?

Ein bisschen Wahrheit ist schon schön, doch sollen wir nicht gleich alles sehen
Obszön und splitternackt
Manche mögen's lieber nett verpackt

Wenn die Wahrheit nackig vor mir stünd, was gäb's da noch zu spekulieren?
Die eigene Meinung wär am Ende, man könnt sich nur noch integrieren

Narrenmund tut Wahrheit kund, doch Wahrheit ist oft ungesund
Was zu viel ist, ist zu viel
Sonst verliert man noch die Lust an diesem Spiel

Ach wie gut dass niemand weiß, sondern nur vermuten kann
Vermuten heißt nichts wissen
Nichts wissen heißt glauben müssen

Determinismus ist ne schlimme Sache
Denn wenn alles schon feststeht, egal was ich hier mache
Frag ich mich ganz berechtigterweise
Wozu bin ich eigentlich hier auf dieser Reise?
Ich will doch auch mal was entscheiden, Leiden vermeiden
Nicht wie ne Marionette durchs Leben treiben
Es muss doch mehr als einen Weg geben im Leben
Sogar die Wissenschaftler wissen, Allwissenheit ist zu verwegen
Die unbekannte Größe nennen sie einfach X
Wer die Wahl hat, hat die Qual, doch wer keine hat, hat nichts

Wenn die Wahrheit nackig vor mir stünd, was gäb's da noch zu spekulieren?
Die eigene Meinung wär im Eimer, man könnt sich nur noch integrieren

Zum Glück ist die Welt nicht so leicht zu begreifen
Sonst könnte doch schließlich kein Mensch an ihr reifen
Der herkömmliche Prediger macht meist den Fehler, den Leuten zu sagen, ihr müsst dies oder jenes tun und alles wird gut. Tut bloß nicht das oder das, sonst wird alles ganz schlimm.

Ich denke, es ist besser den Menschen Mut zu machen ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen. Wir brauchen keine Schäfchen, die tun was ihnen gesagt wird, sondern selbstbewusste Persönlichkeiten, die gewissenhaft handeln. Und zwar nach ihrem eigenen Gewissen, nicht unbedingt nach dem, was andere von ihnen erwarten.

Der Konflikt in unserem Inneren ist schwer genug zu bewältigen. Es gibt nämlich auch Stimmen in uns, denen wir nicht blind vertrauen sollten. Die schlimmsten Taten begehen Menschen einem inneren Drang folgend, den sie gar nicht erklären können. Hier ist es wichtig, eine Trennungslinie zu ziehen: Wie möchte ich sein und wie will ich auf gar keinen Fall sein? Das Wunderbare am Menschen ist ja gerade, dass er sich selbst definieren kann. Du selbst bist der einzige, der beurteilen kann, ob dein Leben in die richtige Richtung geht.

Wenn man schon Opfer der eigenen Triebe ist, sollte man sich wenigstens dessen bewusst sein. Manche Menschen tun nur was sie selbst möchten, fühlen sich aber trotzdem nicht frei, da sich dieses Möchten wie ein Zwang auswirkt und sie sich selbst und ihre Wünsche nicht unter Kontrolle haben.

Nur demjenigen, der eine freie Entscheidung treffen kann, kann auch eine Schuld zugewiesen werden. Was möchte ich also sein, ein unschuldiges Opfer oder ein freier Täter?

Die absolute Freiheit übersteigt unser aller Fähigkeiten, aber je weiter man entwickelt ist, desto mehr Freiheit muss man ertragen.
Schuld


Ich bin ein Egoist, der andere nicht vergisst
Denn allein will ich nicht sein
Meine größte Schuld ist mangelnde Geduld
Ich suche in mir selbst nach einem Reim
Woher kommt mein Elan, den ich nicht immer steuern kann?
Ich hab ihn nicht erwählt, doch ist er mit mir vermählt
Er wurd in mich gepflanzt von einer unbekannten Instanz
Frei kann ich nicht sein

Nein

Eine weitere Instanz in meinem Denken
Hilft mir, meinen Drang zu lenken, zu überdenken
Zu entscheiden, was bin ich und was bin ich nicht
Wohin will ich gehen, wofür will ich stehen?
Nicht jeder Mensch hat dieses Glück, dass sein Elan nicht schädlich ist
Dabei weiß nur er allein, muss es wirklich sein?
Ich kann vor jedem Urteil fliehen, hab ich mir nur selbst verziehen
Doch der strengste im Gericht bin ich
Ich verzeihe mir nicht

Die Schuld geb ich mir selbst und nicht die Welt
Ich würde euch ja gern die Wahrheit sagen, aber dafür müsste ich mir sicher sein, selbst die Wahrheit zu kennen. Und wer sich wirklich sicher ist, die Wahrheit zu kennen, ist verloren. Denn dann ist er am Ende seiner Entwicklung angekommen, ohne die Chance noch etwas dazuzulernen.

Da die endgültige Wahrheit höchstwahrscheinlich nicht von menschlichen Wesen gefunden, oder gar verstanden werden kann, wird eine bestmögliche Annäherung gesucht, die sich dann aber nicht ewig halten kann, weil sie durch eine noch bessere Annäherung ersetzt wird. Wer überzeugt ist, die Wirklichkeit bereits komplett zu verstehen, hält den Laden nur auf.

Klar braucht man für eine gewisse Zeit immer mal wieder Stabilität, eine Überzeugung, für die man seine Hand ins Feuer legen würde, sei es eine wissenschaftliche, eine religiöse oder eine soziale Ideologie. Aber man sollte sich darüber klar sein, dass auch diese eingefleischte Selbstverständlichkeit eines Tages ausgedient haben wird.

Auch die eigene innere Wahrheit entwickelt sich weiter, unterliegt einer Evolution und muss flexibel bleiben.
Die Evolution


Ich bin morgen nicht mehr wer ich gestern war
Ich ändere meine Wahrnehmung von Jahr zu Jahr
Von Tag zu Tag, von Stund zu Stund
Es gibt für alles einen Grund
Grobe Dinge werden fein
Plötzlich seh ich alles ein

Oh, Erleuchtung komm zu mir
Oh, Erleuchtung bleib doch hier

Die Welt ist morgen nicht mehr wie sie gestern war
Hat sie sich verändert oder nehm ich sie nur anders wahr?
Große Dinge plötzlich klein
Es gibt auf alles einen Reim für mich
Doch der ändert sich unweigerlich

Die Evolution geht weiter und macht auch vor mir nicht Halt
Ich halt mich nicht fest an meinem Erreichten, sondern akzeptier es halt
Die Evolution geht weiter und macht auch vor mir nicht Halt
Ich halt mich nicht auf mit alten Zeiten, sondern ich probier es halt

Irgendwie ist es traurig, dass ich nicht mehr derselbe bin
Denn mein ganzes Weltbild ist dahin
Es war so logisch und so klar
Es war so weise und so wahr
Plötzlich ist es nicht mehr da
Plötzlich nicht mehr wahr

Die Evolution geht weiter und macht auch vor mir nicht Halt
Ich halt mich nicht fest an meinem Erreichten, sondern akzeptier es halt
Die Evolution geht weiter und macht auch vor mir nicht Halt
Ich halt mich nicht auf mit alten Zeiten, sondern ich probier es halt

Oh, Erleuchtung komm zu mir
Oh, Erleuchtung bleib doch hier
Bleib doch hier
Als Ukulelenprediger behaupte ich ja, dass alles irgendwie Sinn macht, und selbst wenn es keinen Sinn machen sollte, wäre es sinnvoll anzunehmen, es würde Sinn machen. Es gibt allerdings auch Dinge im Leben, deren Sinn sich nicht sofort erschließt. Warum muss es eigentlich so etwas nerviges wie Schmerz geben? Glaubt man an ein höheres Wesen, das die Entscheidung zu treffen hat, ob der Mensch Schmerz erleiden soll oder nicht, und dieses höhere Wesen antwortet mit "Ja", dann wäre es nach unserer Definition böse.

Macht man die Grundannahme dass dieses Wesen gut sei, und ich hoffe, die meisten von euch tun das, muss man auch davon ausgehen, dass Schmerz in seiner Wirkung hilfreich und gut ist. Man findet eine Menge nützlicher Aspekte des Schmerzes, wenn man nur danach sucht. Es würde z.B. viel mehr Verbrennungsopfer geben, wenn die Berührung mit Feuer nicht weh täte.

Im Nebensatz des folgenden Stückes wird Strafe als Mittel eines höheren Wesens kategorisch abgelehnt, da sie bis auf die abschreckende Wirkung völlig nutzlos ist. Nur das Androhen könnte einen positiven Effekt haben, die Anwendung wäre nach der Straftat nur sture, bösartige Konsequenz.
Schmerz


Wie wäre das Leben ohne Leiden?
Wir hätten keinen Grund, irgendwas zu vermeiden
Wäre das Schöne noch immer so schön
Oder können wir es nur durch das Leid so sehen?

Ist Schmerz eine Übung für Körper und Willen?
Kann nur der Schmerz unseren Tatendrang stillen?
Ist das Leben nur dann angenehm
Wenn wir den Schmerz als das Gegenstück sehen?
 
Ist Leben ohne Leiden überhaupt zu ertragen?
Ich werd mal nen Masochisten fragen
Es gibt eigentlich nichts, das keinen Zweck erfüllt
Sinnloser Schmerz passt nicht ins Bild

Ist Schmerz eine Strafe für schlechtes Benehmen?
Muss man sich für Schmerzen sogar schämen?
Abschreckung ist der Strafe einziger Zweck
Wendet man sie an, ist der Zweck längst weg

Ich sehe meinem Schmerz entgegen, gehe auf ihn zu
Zeigt er mir doch den Weg zu meinem Ziel
Wenn ich ihn gefunden habe, lässt er mich in Ruh
Er will nur sehen, dass ich seh was er will
Was er will

Wie wäre das Leben ohne Schmerzen?
Wir hätten ein Thema, weniger zum Scherzen
Wäre das Schöne noch immer so schön
Oder können wir es nur durch den Schmerz so sehen?

Ist Leben ohne Schmerz überhaupt zu ertragen?
Ich werd mal nen Algesiologen fragen
Es gibt eigentlich nichts, das keinen Zweck erfüllt
Sinnloser Schmerz passt nicht ins Bild
Fragt man verschiedenste Menschen nach ihrem Lebensziel, hört man vielleicht von einfach gestrickten Leuten: "Ich möchte reich sein." Etwas weiter denkende sagen vielleicht: "Ich möchte gesund sein." Und die ganz Schlauen sagen: "Ich möchte glücklich sein." Das ist ja auch erst mal völlig in Ordnung, glücklich sein. Man darf da bloß nicht übertreiben, denn welchen Sinn hätte eine ausnahmslos glückliche Existenz? Ich möchte mich doch auch weiterentwickeln, und ohne eine gewisse Unzufriedenheit wird das kaum geschehen.

Stellt euch eine perfekte Droge vor, die vollkommen glücklich macht, egal was um euch herum passiert. Es fühlt sich auch gar nicht unecht an, sondern es ist wirkliche uneingeschränkte Glückseligkeit, die ihr empfindet. Nebenwirkungen gibt es auch keine. Und jetzt stellt euch mal vor, was aus eurem Leben würde, wenn ihr diese Droge regelmäßig nehmt. Absolut nichts. Was würdet ihr tun? Na nichts. Warum auch, wär doch alles super.

Der Ukulelenprediger aber sagt euch, es ist alles super, gerade weil nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern weil es viel zu tun gibt. Der Mensch braucht außer Nahrung und Luft auch unbedingt eine Aufgabe, ohne die wäre das Leben unbefriedigend. Wir alle haben eine Aufgabe. Wir brauchen nur darauf zu achten, was uns besonders stört. Genau das ist unsere Aufgabe.
Optimal


Was ich wahrnehm, entscheide ich selbst
Was mich runterbringt, was mir gefällt
Wie ich's wahrnehm, kommt ganz darauf an
Ob's mir schaden oder mich bereichern kann

Es wird immer etwas geben, was mir auf die Nerven geht
Ich muss nur überlegen, was hat Priorität?

Es gibt immer etwas auszusetzen, nie ist alles optimal
Ich muss entweder lange warten oder hetzen und beides ist für mich die reinste Qual
Diese ständige Suboptimalität liegt mir wohl im Blut
Denn selbst wenn alles fantastisch wär, fänd ich's bald schon nicht mehr ganz so gut

Was ich wahrnehm, hat auch nen Wert für mich
Die wertlosen Dinge, die seh ich überhaupt nicht
Wenn mich etwas richtig stört, ist der Wertigkeit sehr stark
Denn es beschäftigt mich und ich widme dieser Sache meinen ganzen Tag
Es geht mir auf den Sender und ich frag mich, wird sich jemals etwas ändern?

Es gibt immer etwas auszusetzen, nie ist alles optimal
Ich muss entweder lange warten oder hetzen und beides ist für mich die reinste Qual
Diese ständige Suboptimalität liegt mir wohl im Blut
Denn selbst wenn alles fantastisch wär, fänd ich's bald schon nicht mehr ganz so gut
Wenn ich es wie Buddha schaffen sollte, alles irdische Verlangen abzulegen und wunschlos glücklich zu sein, gäbe es für mich keinen Grund mehr in dieser Welt zu bleiben. Solang ich hier bin, brauche ich eine Aufgabe. Solang mich etwas stört, habe ich eine Aufgabe.

Man hat die Tendenz, extrem störende Dinge auszublenden und sich nur den leicht störenden Dingen zuzuwenden. Das führt oft zu chronischer Unzufriedenheit. Und das ist auch gut so, denn nur dadurch ist gewährleistet, dass das Problem angegangen und letztendlich gelöst wird.

Das hört sich jetzt an, als wäre ich so ein Typ, der seine Probleme erfolgreich verdrängt hat und deshalb hier 'ne dicke Lippe riskieren kann. Nein, nein, ich bin genauso unglücklich wie ihr, ich kann es nur mehr genießen.

Trotz allem ist es hilfreich, den Menschen zu geben, wonach sie verlangen. Wenn sie es nicht bekommen, können sie auch niemals herausfinden dass sie es gar nicht brauchen. Also: Glückseligkeit für alle!

Es ist gar nicht so toll, sie zu empfinden, diese Glückseligkeit, aber herrlich, sie zu verursachen
Glücklich sein


Ich mache mir Gedanken über meine Schranken
Doch hab ich das Gefühl, ich will zu viel
Ich will mich frei entfalten, nicht gehorchen, sondern walten
Neues erleben, nach Vollkommenheit streben
Aber eigentlich will ich doch
Einfach nur glücklich sein, ich will nur glücklich sein
Und ich bin nicht allein, nein, alle wollen sie glücklich sein

Was wollen die Menschen sonst noch mit ihrem Leben machen?
Es gibt auf dieser Welt ja so unendlich viele Sachen
Eigentlich will doch alle Welt das Gleiche
Gesund und glücklich sein wollen sowohl Arme als auch Reiche

Glücklich sein ist okay, solang ich meinen Weg auch wirklich geh
Doch trete ich nur auf der Stelle rum, wäre glücklich sein einfach nur dumm
Ich esse doch auch nicht jeden Tag nur Schokolade
Kann auch nicht immer nur glücklich sein, oh schade
Irgendwann würd es mir nicht mehr schmecken
Muss auch in der Gefühlswelt was neues entdecken
Außer glücklich sein, immer nur glücklich sein
Es ist zwar ziemlich fein, dieses glücklich sein

Das gesamte Spektrum will ich erleben, es muss doch noch was anderes geben
Alle Gefühle, ob gut oder schlecht, sind für uns gemacht, Hauptsache echt

Ich will doch in meinem Leben was erreichen
Und dafür muss das Glück auch manchmal weichen
Wäre ich die ganze Zeit glückselig, wäre wohl mein Fortschritt ziemlich wenig
Ist glücklich sein wollen nicht reichlich naiv?
Ich will doch insbesondere glücklich sein, wenn's nicht so gut lief
Was würde ich tun, wenn ich immer glücklich wär?
Die Antwort ist: wahrscheinlich nichts mehr
Warum auch, wär doch alles supergeil

Das ganze Spektrum will ich erleben, es wird für mich noch vieles geben
Alle Gefühle, ob gut oder schlecht, sind für uns gemacht, Hauptsache echt

Wenn man dran glaubt, dass alles sich zum Guten wendet
Wenn man weiß, dass jeder Konflikt mal endet
Wenn man denkt, dass alles so ist wie es sein muss
Wenn man fühlt, die krassen Sachen haben ja auch'n guten Einfluss
Dann, dann kann, dann kann man glücklich sein, man kann auch glücklich sein
Man muss nicht immer wein, nein, nein, man kann auch glücklich sein

Ich bin bereit für eine neue Zeit, in der wir alles tun für die Glückseligkeit
Von allen Wesen, die um uns sind, dafür sind wir bestimmt

Seid ihr auch bereit für eine neue Zeit, in der wir alles tun für die Glückseligkeit
Von allen Wesen, die um uns sind, dafür sind wir bestimmt
Bestimmt, bestimmt, bestimmt
Was wohl am meisten glücklich macht, ist das Wegfallen von negativ belastenden Zuständen. Also sind indirekt die negativsten Dinge für unsere größten Glücksgefühle verantwortlich.

Es ist z.B. eine unglaubliche Erleichterung, wenn man keine Angst vor dem Tod hat, denn dann muss man eigentlich gar keine Angst mehr haben, da man jede Art von Qual ganz einfach mit dem Tod beenden könnte. Das Leben kann gut oder schlecht sein, der Tod ist neutral.

Guckt euch die religiösen Fanatiker an,. Die einen machen Selbstmord, weil sie denken, dass es Gott gefällt. Die anderen sagen, man darf keinen Selbstmord begehen, da es Gott missfällt. Hallo? Wenn ich so am Ende bin dass ich mich selbst umbringen möchte, frage ich doch nicht erst nach, ob es dem Herrn gefällt. Tschuldigung, aber wenn es eine Entscheidung gibt, die man wirklich allein treffen muss, dann ist es die Entscheidung, ob man leben oder sterben will. Um das Leben genießen zu können, sollte man schon freiwillig hier sein.

Es gibt nichts, was über euren moralischen Grundsätzen steht. Wenn ihr schon Scheiße baut, dann übernehmt wenigstens selbst die Verantwortung dafür und schiebt es nicht Gott in die Schuhe.

Wer eine schwere Straftat begeht, tut dies meist gegen die eigenen moralischen Grundsätze. Weil er denkt, es gäbe einen wichtigen Grund sie zu brechen. Was könnte wohl so wichtig sein? Vielleicht das eigene Überleben zu sichern? Ich glaube die Angst vor dem Tod ist maßlos überbewertet. Der nächste Song heißt, "Tot sein ist okay".
Tot sein ist okay


Ist das Leben temporär, gibt vielleicht der Tod mehr für uns her?
Er wird viel zu negativ gesehen, wer weiß, vielleicht ist er ja ganz schön
Ich bin nicht deprimiert, nur vom Tode fasziniert
Ich habe keine Angst vor meinem Leben
Ich leide keine Not, doch ich freu mich auf den Tod
Vielleicht wird's noch ein weiteres Leben geben

Tot sein tut nicht weh, doch ist es schade, wenn ich vergeh
Tot sein ist okay, leben auch, doch das tut manchmal weh
Tot sein tut nicht weh, was bleibt übrig, wenn ich geh?
Tot sein ist okay, das Leben auch, doch nur wenn ich nen Sinn drin seh

Ich glaub irgendwie schon an eine Reinkarnation
Und darum find ich Selbstmord eher dumm
Ich freu mich halt nur eben auf die Pause zwischen den Leben
Doch dafür bring ich mich ganz sicherlich nicht um
Ich bin nicht deprimiert, nur zu Tode fasziniert
Ich hab auch keine Angst vor meinem Leben
Ich leide keine Not, doch ich freu mich auf den Tod
Vielleicht wird's danach noch ein Leben geben

Tot sein tut nicht weh, doch ist es schade, wenn ich vergeh
Tot sein ist okay, leben auch, doch das tut manchmal weh
Tot sein tut nicht weh, was bleibt übrig wenn ich geh?
Tot sein ist okay, das Leben auch, doch das tut manchmal richtig weh
Der Sinn des Todes dürfte ja nun hinlänglich bekannt sein. Viel schwieriger gestaltet sich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ich halte es für höchstwahrscheinlich, dass Lernen der eigentliche Sinn des Lebens ist. Lernen ist in jeder Lebenslage möglich, also kann es auch kein sinnloses Leben geben. Ich gehe sogar so weit zu denken, dass mein Leben auf den nötigen Lernerfolg zugeschnitten sein könnte und die Dinge, die mich so richtig nerven, anzeigen in welche Richtung der nächste Lernschritt gehen soll.

Ich habe Hochachtung vor Menschen, die versuchen, nach einer schweren Niederlage oder einem Schicksalsschlag eine Erfahrung herauszuziehen, die so wertvoll ist, dass ihnen das erfahrene Leid dagegen nichtig erscheint. Und dennoch verhalte ich mich oft wie ein kleines Kind, das sich von den Erziehungsmaßnahmen der Eltern ungerecht behandelt fühlt. Man ist doch eher bereit daran zu glauben, dass sich die ganze Welt gegen einen verschworen hat, als daran, dass das Schicksal versucht, einem behilflich zu sein.

Alles, was mir passiert, trägt zu meiner Entwicklung bei und Sachen, die mir zu schaffen machen ganz besonders. Zu akzeptieren, dass einem echt beschissene Dinge widerfahren, fällt schwer. Dabei ist vielleicht das einzige, was ich tun muss, mich mit der Sache zu beschäftigen. Der Rest geschieht von alleine.
Ein kleines Kind


Ich bin so doof, wenn ich versuche schlau zu sein
Ich bin so doof, ich presse alles in so'n Schema rein
Und was nicht passt, wird ganz einfach wegargumentiert, ja, ja, ja
In dieser Diskussion, die man ständig mit sich selber führt

Was kann man denn noch erleben, wenn man alles vorher weiß
Wissen ist letztendlich nur Engstirnigkeit

Jeder von uns ist ein kleines Kind, das trotzig ist, sich nicht benimmt
Und dabei ist doch alles nur zu unserem Besten
Jeder von uns muss noch so viel lern, doch davon wollen wir gar nichts hörn
Wir wollen jetzt endlich vollkommen werden und nichts mehr müssen und alles wissen
Jetzt

Was mir passiert, passiert aus gutem Grund und mit nem Sinn
Ich seh's nicht ein, weil ich lieber klag und trotzig bin
Es ist einfach Pech, es kann doch nicht sein, dass es an mir nur läg, nee, nee, nee
Doch mal in Echt, es würde nicht passieren, wenn's mich nicht gäb

Wenn ich was erlebe, dann hab ich's ja gleich gewusst
Alles was geschieht ist nur Bestätigung, kein neuer Einfluss

Jeder von uns ist ein kleines Kind, das trotzig ist, sich nicht benimmt
Und dabei ist doch alles nur zu unserem Besten
Jeder von uns muss noch so viel lern, doch davon wollen wir gar nichts hörn
Wir wollen jetzt endlich vollkommen werden und nichts mehr müssen und alles wissen
Jetzt

Jeder von uns ist ein kleines Kind, das trotzig ist, sich nicht benimmt
Und dabei ist doch alles nur zu unserem Besten
Jeder von uns muss noch so viel lern, doch davon wollen wir gar nichts hörn
Wir wollen jetzt endlich vollkommen werden und nichts mehr müssen, nee, nee
Und alles wissen, ja, ja, und nichts mehr müssen, nee, nee, und alles wissen, ja, ja
Ja, ja, und zwar jetzt
Warum sagen alle die Welt sei schlecht? Sogar diejenigen, die an Gott glauben. Warum vertrauen wir nicht einfach darauf, dass alles genauso ist, wie es sein soll? Dass er schon weiß, was er tut? Es scheint die sicherste Sache der Welt zu sein, dass es so wie es läuft völlig in die Hosen geht. Aber brauchen wir nicht konfliktgeladene Situationen, um Stellung zu beziehen und unsere moralischen Vorstellungen zu formen und zu präzisieren? Brauchen wir nicht, um die wichtigen Lernschritte zu machen, genau die Situation, die momentan existiert? Ich weiß es nicht, aber ich halte es für möglich.

Ohne Probleme wäre das Leben ja wohl extrem langweilig, oder? Zum Glück hat der Mensch über die Jahre ganz ausgezeichnete Fähigkeiten entwickelt, was die Schaffung von Problemen angeht. Hätte ich ein völlig sorgenfreies Leben, würde ich es bestimmt im Handumdrehen schaffen, eine ganze Reihe neuer Probleme zu kreieren.
Mein eigenes Problem


Ich habe momentan kein Problem
Ich sitz nur rum, starr vor mich hin
Ich könnt ja mal ins Kino gehen
Ach nee warum, hat keinen Sinn
Da läuft doch immer nur totaler Müll und dafür zahlt man auch noch viel zu viel
Es gibt da nichts was mich interessiert, nichts was mich inspiriert

Und ich fühl mich völlig unterfordert
Und ich find das ganze Leben zu bequem, geradezu angenehm
Und es ist mir alles viel zu einfach, kann doch jeder
Und ich hätt da gern mal ein Problem

Doch jeder findet ein Problem für sich
Es macht mich wild, es nervt total
Die anderen Leute, die verstehen mich nicht
Was hat er denn, ist doch egal
Ich hab jetzt endlich was zu tun, hab keine Zeit mehr, um mich auszuruhen
Ich kümmere mich jetzt um meinen eigenen Dreck, die Langeweile ist weg

Denn ich fühlte mich völlig unterfordert
Denn ich fand das ganze Leben zu bequem, geradezu angenehm
Denn es war mir alles viel zu einfach, null Problemo
Doch ich hab jetzt endlich mein Problem
Habt ihr's gesehen?
Es ist so schön
Ich hab mein eigenes Problem
Zu guter Letzt richte ich mich noch mal an alle, die sich vom Leben benachteiligt fühlen. Frohlocket, denn euer Nachteil ist euer Vorteil. Schließlich wächst man ja mit seinen Aufgaben und je größer die eigene Benachteiligung, desto schwieriger ist die Aufgabe zu lösen.

Zieht doch bitte mal folgendes in Betracht, rein hypothetisch: Eure reelle Lebenssituation ist vielleicht ideal und genau für euch geschaffen. Sie ist heilig. Sie ist natürlich kein Endzustand, sondern eine Situation, in die ihr gebracht werdet, um zu lernen. Das Paradies hat nichts mit äußeren Umständen zu tun, sondern entsteht durch innere Einstellung. Wobei die Möglichkeiten zu wachsen im Paradies viel geringer sind als in der real existierenden Welt. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Dingen, die man selbst beeinflussen kann - die sind niemals perfekt, es geht immer noch besser - und Dingen die man nicht beeinflussen kann. Die sind perfekt, denn wären sie etwas schlimmer, würden wir wahrscheinlich an ihnen zerbrechen. Wären sie etwas weniger schlimm, wäre vielleicht die Herausforderung gar nicht groß genug, um sich ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen.

Haltet euch nicht für so unwichtig, dass man nicht ein Universum schaffen würde, um euch zu unterrichten. Es geht dabei nicht um das Erlernen von Fakten, sondern eher um gefühlsmäßiges Lernen, um das Erlangen des emotionalen Wissens, dass alles was existiert und alles was euch widerfährt, eine Bedeutung und eine Daseinsberechtigung hat.

Selbst wenn man überhaupt nichts mit so einem Esoterik-Gelaber anfangen kann, könnte man sich die Frage stellen, wo eine solche Einstellung hinführen würde. Kommen wir vielleicht im Leben viel besser zurecht, wenn wir unsere Probleme als Herausforderung annehmen, anstatt sie als zufällig oder sinnlos zu erachten? Kommen wir nicht viel leichter voran, wenn wir aufhören, negative Begebenheiten als Strafe, Boshaftigkeit oder reine Willkür anzusehen? Ich weiß es nicht, aber ich halte es für möglich.

Zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass es auf der Welt friedlicher zugehen wird, wenn niemand den anderen für sein eigenes Unglück verantwortlich macht. Das ist die Richtung, in die die Evolution geht. Wir entwickeln uns alle zu Jesus-ähnlichen Wesen.
Heilig


Ich werfe nie den ersten Stein, versuch einfach nur gut zu sein
Das Verderbte muss ich auch verstehen, sonst kann ich's nicht zum Besseren drehen
Bin ich besser als die anderen Leut, hab ich mich zu früh gefreut
Denn was die bösen Menschen tun, scheint ja auch in mir zu ruhen

Heilig ist alles was ist
Heilig ist alles was ist und auch was sein wird ist bald
Heilig, alles was war, es ist noch da und es ist
Heilig, alles was ist

Die Schönheit der Verzweiflung, eine neue Sicht springt mir ins Gesicht
Wir können nur dann die Welt verstehen, wenn wir den Sinn des Bösen sehen
Nur was ich auch entscheiden kann, macht mich zum guten oder schlechten Mann
Erst die Möglichkeit, dass ich schuldig sei, macht mich frei

Heilig ist alles was ist
Heilig ist alles was ist und auch was sein wird ist bald
Heilig, alles was war, es ist noch da und es ist
Heilig, alles was ist, alles was ist, alles was ist, alles was ist

Drum gibt es Gut und Böse nur in meinem eigenen Tun
Was die anderen Menschen machen, lass ich erst mal auf sich beruhen
Sie sollen ja schließlich selbst entscheiden, was sie für richtig halten
Wie könnten sie sonst jemals ihre Menschlichkeit entfalten?

Heilig ist alles was ist, heilig ist alles was ist
Oh heilig, was es auch ist, durch bloßes Dasein wird es
Heilig, alles was ist, ist es auch Mist, es ist dennoch
Heilig, alles was ist, so heilig, alles was ist
Oh, oh, oh heilig, alles was war, es ist noch da und es ist
Heilig, alles was ist und auch was sein wird ist bald
Heilig, alles was ist, so heilig, alles was ist
Oh heilig
Glaubt nicht einfach alles was ich sage, oder was irgendjemand sagt. Ihr selbst fühlt ob etwas wahr ist. Man muss natürlich auch richtig hinfühlen und manchmal sogar das eigene Gefühl hinterfühlen. Denken und Reden erschafft keine Realität, sondern versucht nur die Realität zu erklären. Die Wirklichkeit ist das was ihr fühlt, aber ihr wisst ja, Gefühle sind wechselhaft, genau wie die Wirklichkeit.