The Modern Art Of Circus

FlicFlac

1999 kam Samuel mit drei weiteren ehemaligen Luchten (Sascha, Jan und Olli) zum Circus FlicFlac. Jan und Olli waren nicht begeistert vom Zirkusleben und wurden bald durch Lenjes (Drums) und Ufo (Sax) ersetzt. Diese neue Formation Ouch! spielte zwei Jahre live zur Show. Die große Attraktion war das Kopfüberdrehen der kompletten Bühne mit Instrumenten und Musikern.

2001 wurde die Band bis auf den Bassisten Sascha komplett ausgetauscht. Es kamen Krish (Voc, Git), Tom (Drums) und Sinclair (Key). Die neue Combo nannte sich Paternoster. Samuel spielte fortan nicht mehr auf der Bühne, sondern agierte als Bandleader und Komponist. Später wurden Tom und Sascha von Bernd (Drums) und Gero (Bass, Cello) abgelöst, die Formation hieß nun Illumination.

2005 kam Drummer Hendrik, der ohne Band in die Show integriert wurde. Als zusätzliches Live-Element spielte Artist Anton Flöte und sang.

2007 gab es vorerst keine Live-Musik mehr. Unter dem Pseudonym Luchtenbeck komponierte Samuel weiterhin für FlicFlac und spielte alle Instrumente selbst ein.

Ende 2008 fand die FlicFlac-Dinnershow „Nur Spaß“ in Saarbrücken statt. Hierfür stellte Samuel die 7-köpfige Band Brot&Spiele zusammen, in der neben ihm selbst auch sein Bruder David (Ex-Luchten), Tom (Ex-Paternoster) und Ufo (Ex-Ouch!) spielten.

Ab 2009 gab es dann wieder einen Rocksänger (Frank Fabry) in der FlicFlac-Show und 2010 kam sogar klassischer Gesang hinzu.

2014 bis 2017 lief die Show „Höchststrafe“ mit der Band Altacraz, in der auch Ufo wieder mitwirkte. Die Bassposition teilten sich Gero, David und Johan (Ex-Brot&Spiele). Neu hinzu kamen Caro (Voc), Tim (Drums) und Boris (Git) .

Auch in der aktuellen Show „Farblos“ läuft Musik von Luchtenbeck, allerdings ohne Live-Anteil, bis auf eine kleine Gesangs- und Percussion-Einlage der Artisten.


Musik aus den FlicFlac Shows

 

Circus FlicFlac CDs

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Galerie

 


Texte

Hänschen Klein ging allein in die weite Welt hinein
Hans hat heute andere Sorgen, die weite Welt ist eng geworden

Der Raum dehnt sich nicht aus
Mir scheint er bleibt immer gleich groß
Doch die Menschentierchen werden mehr
Es kriechen immer wieder neue aus dem Mutterschoß

Der Platz reicht mir nicht aus
Man nimmt mir die Luft zum Atmen weg
Zu viele Menschentierchen in diesem engen Haus
Geh ich kurz mal raus, steht gleich ein anderer auf meinem Fleck

Das kann doch wohl nicht sein
Da woll'n noch mehr in diese Welt hinein

Zu viele, zu viele, zu viele Menschentierchen in diesem engen Haus
Wir sitzen hier, Mann und Frau
Das sind wir, doch wir wissen nicht genau
Wie lang wir noch einander haben können
Denn irgendetwas wird uns irgendwann mal trennen

Wir halten uns aneinander fest
Und schwören, dass keiner den anderen fallen lässt
Wir hängen aneinander, hängen voneinander ab
Das geht nur gut, wenn man Vertrauen hat

Wir sind uns so nah und manchmal auch so fern
Des anderen Eigenheiten hassen wir so gern
Jeder ist nun mal ein Individuum
Mit einem eigenen Weg, einem eigenen Ziel und eigenen Dingen zu tun

Wir können nur die Zweisamkeit genießen
Solange sie besteht
Im Wissen, dass alles irgendwann vergeht

Halten wir uns aneinander fest
Und schwören, dass keiner den anderen fallen lässt
Wir hängen aneinander, hängen voneinander ab
Das geht nur gut, wenn man Vertrauen hat

Wir können nur die Zweisamkeit genießen
Solange sie besteht
Im Wissen, dass alles irgendwann vergeht
Wenn ich am Abgrund steh
Denke ich an die, die gefallen sind
Wenn ich hinunter seh
Weiß ich wie schnell alles hier vorbei sein kann
Ein kurzer Augenblick
Kann ein ganzes Leben sein

Was habe ich getan
In diesem Augenblick
Der mein Leben war

Hab ich gekämpft
Hab ich geträumt
Hab ich geweint
Hab ich geschafft ich selbst zu sein
Hab ich gegeben, hab ich gelebt

Stets führte unser Weg
Am Abgrund entlang
Solange es noch geht
Denk daran
Behutsam Schritt für Schritt
Immer weitergehen
Bloß kein falscher Tritt
Die Zeit bleibt stehen

Ein kurzer Augenblick
Kann ein ganzes Leben sein

Hab ich gekämpft
Hab ich geträumt
Hab ich geweint
Hab ich geschafft mir treu zu sein
Hab ich gegeben, hab ich gelebt
Wirklich gelebt
Das Leben lässt einen gern im Regen steh'n, und das ist schön
An trocknen Plätzen lehrt er uns zu schätzen, wo wir steh'n
Er wäscht die Sünden ab, den ganzen Schmutz von unsrer Haut
Der Regen bringt den Segen, auch wenn man keinem Gott vertraut
Er lässt alles wachsen, treibt uns aus die Faxen
Er kommt uns gelegen auf all unsren Wegen, dieser Regen

Er macht uns nass und tut uns selten was
Wir woll'n ihn loben, Gutes kommt von oben
Er macht uns Spaß, er gibt uns Gras
Wir woll'n ihn erleben, diesen Regen
Im Wasser wäscht du deine Wunden, die dir das Feuer schlug
Nie wieder, sagst du wieder mal, doch klingt's nach Selbstbetrug
Das Feuer deiner Leidenschaft hat dich fast ganz verbrannt
Doch sobald es nicht mehr weh tut, wird's schon wieder interessant

Das Wasser gibt dir Sicherheit, das Feuer gibt dir Spiel
Ein wenig Feuer magst du schon, doch wird es schnell zu viel

Man riet dir stets, bleib weg davon, verbrennst dir deine Hände
Das Feuer ist verführerisch, doch nimmt's kein gutes Ende
Die Glut ganz unten in dir drin bringst du nicht zum verglimmen
Es zieht dich wieder zu ihr hin, du kannst ihr nicht entrinnen

Das Wasser gibt dir Sicherheit, das Feuer gibt dir Spiel
Du jonglierst mit brennenden Emotionen viel zu viel

Bald lodert deine Leidenschaft, dass gar das Wasser brennt
Du stehst in einem Flammenmeer, das keine Vorsicht kennt
Der Leidenschaft, die Leiden schafft, kannst du nicht entflieh'n
Du fühlst dich völlig ausgebrannt, gibst dich dem Feuer hin
Langsam tastest du dich voran
Schritt für Schritt, dem Ziel entgegen
Kriechend aber voller Hoffnung
Erwartest du den Quantensprung

Spring über deinen Schatten
Spring so hoch du kannst
Spring, lass dich nicht beirren
Spring
Spring ins kalte Wasser
Spring zu den Sternen
Spring übers Hindernis hinweg

Wenn du nicht ab und zu den Boden
Unter den Füßen verlierst
Kommst du niemals ans Ziel
Erreichst du nicht viel
Du bleibst wo du bist

Löse dich vom festen Halt
Spring mit Mut und Urgewalt
Hebe dich vom sicheren Boden ab
Ganz egal was kommen mag

Spring
Life goes up and down
First you fly then you hit the ground
One day you feel sad
And another day happy instead
Life goes up and down
First you fly then you hit the ground
One day everything's wrong
But tomorrow the sorrow is gone

Why can't I
Just always fly
And never come down to the ground
Ihr wollt hoch hinaus, doch ihr dreht euch im Kreis
Wie das kleine Tier in seinem Laufrad, rennt ihr immer schneller
Doch ihr rührt euch nicht vom Fleck

Habt ihr nicht viel erreicht im Leben, sieht man dennoch zu euch auf
Könnt ihr doch dem Menschen geben, was er gerade braucht

Ein Mensch schaut auf zu euch und denkt
Was halt ich fest an meinem Streben, meinem Starrsinn, meiner Angst?
Wenn die dort oben alles geben und froh sind, wenn sie gleich noch leben
Jetzt ist die Zeit vorbei
Und wir sind wieder frei
Doch was fangen wir bloß mit unserer Freiheit an
Es war 'ne harte Zeit
Doch ich hab nichts bereut
Nichts was man daran noch ändern kann
Ich muss zurück in mein kleines Leben
Und wenn's dann nicht klappt, dann wein ich eben
Sag zu mir selbst, stell dich nicht so an
Was vorbei ist, wird nie wiederkehren
In Gedanken werd ich diese Zeit verklären
Sie viel schöner machen als sie war
Es ist wie aufwachen
Du hast etwas geträumt und das war dein Leben
Jetzt bist du wieder dort, wo du herkommst
Zu Hause

Nicht mehr gefangen in diesem Körper voller Pein
Kann machen was ich will und brauch nichts zu bereuen
Alle Schwere fällt von mir ab, ich bin so leicht als könnt ich fliegen
Alles wirkte so vertrackt, doch was ist jetzt davon geblieben

Nichts mehr wie es war, alles wunderbar, keine Sorgen mehr
Und jetzt weiß ich, hier gehör ich her

Da ist keine Last auf meinen Schultern, keine Trauer, keine Pflicht
Ich bin kein getrenntes Wesen mehr, verliere mich im Licht
Im Vergleich mit dieser Seligkeit war ich im Leben wie gelähmt
Es gibt keinen Vorwurf, kein Gericht und nichts was mich beschämt

Die Last des Lebens war oft schwer, jetzt spür ich sie nicht mehr
Hätt ich all das gewusst im Leben, hätt es nie Verdruss gegeben
Mein Leben war nach meiner Wahl, doch wusst ich's nicht einmal

Existiert gar keine Zeit, ist auch die Ewigkeit nur eine Kleinigkeit
Die Zeit, die Welt, der Weltenraum war alles nur ein Traum


(Dieser Text wurde im Gedenken an Jillou und Markos geschrieben)